Nachgerechnet, nicht nachgeredet
Hier stehen Sendungen und Beiträge, die wir Satz für Satz gegen die Primärquellen geprüft haben. Das ist keine Empfehlungsliste — ein Eintrag sagt nicht „schau das an", sondern: wir haben nachgerechnet, und das kam dabei heraus.
Woran wir messen
Nicht an unserem Geschmack. Der Maßstab kommt von der geprüften Seite selbst: beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk aus § 6 Absatz 1 des Medienstaatsvertrags und dem jeweiligen Landesrundfunkgesetz. Gemessen wird das Ergebnis, nicht die Absicht. Befunde, die zugunsten der geprüften Seite ausfallen, stehen mit in der Liste — eine Prüfung, die nur in eine Richtung sucht, ist keine. Und für unsere eigenen Berichte gilt, was wir von anderen erbitten: Jeden belegten Fehler korrigieren wir binnen 48 Stunden und kennzeichnen die Änderung.
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Scheitert die Energiewende wirklich am Batteriespeicher?
Quarks Science Cops, Folge 133
23 Befunde2 davon zugunsten der Sendung17. Sep geprüftDer schwerste Befund: Die Sendung stellt 80 Terawattstunden Wasserstoffbedarf 250 Terawattstunden Erdgasspeicher gegenüber, „also deutlich mehr" — Wasserstoff hält im gleichen Volumen aber nur etwa ein Fünftel der Energie, womit sich die Entwarnung umdreht.
Die Schlussfolgerung der Folge ist richtig: Es geht. Sie belegt das nur mit einer Rechnung, deren wichtigster Schritt um den Faktor drei bis fünf daneben liegt. Dazu übernimmt sie in den ersten Minuten das Vokabular der Gegenseite — „Grundlast" fällt 19 Mal — und kommt deshalb nicht darauf, dass es genau diese Kraftwerke sind, die die negativen Strompreise erzeugen. Sechs weitere Befunde betreffen nicht Sätze, sondern Lücken: Netzdienlichkeit, die Anschluss-Warteschlange, Biogas, Wasserstoff als Setzung, CO2-Preis und die Herkunft des Erdgases.
Gemessen an: § 6 Abs. 1 Medienstaatsvertrag und § 5 WDR-Gesetz